Alle 10 Jahre wird für die Region Rhein-Main ein regionaler Flächennutzungsplan aufgestellt und beschlossen. Die hier angemeldeten und vom Verband später aufgenommenen Flächen legen fest, auf welchen Gebieten in der Stadt welche Umwidmungen oder zukünftige Nutzungen stattfinden können.
In vergangenen Jahren hat die BLB oft mit dem neuen Flächennutzungsplan gehadert, weil in diesem – aus Sicht der Bürgerliste Bad Homburg (BLB) zuviel Umwidmung von Grünflächen und Ackerland zu Gunsten von Gewerbe oder Bebauung vorgesehen war. Nicht so in der aktuellen Planung.
„Die angedachten Eingriffe im aktuellen Plan tragen wir mit“, so zum Beispiel die Pläne, entlang der Pappelallee Flächen für ein Gewerbegebiet vorzusehen. „Man wirft uns von Seiten der CDU gerne vor, wir wären generell gegen Gewerbegebiete, aber das ist nicht so. In der Tat ist unsere Vorstellung einer modernen Stadtentwicklung, bereits bebaute Flächen (Brachen, Leerstände) umzuwidmen. Aber das ist für uns kein Dogma. Auch wir möchten, dass Bad Homburg sich weiterentwickelt und sich über steigende Gewerbesteuer-Einnahmen die stets steigenden Kosten leisten zu können, so der BLB-Fraktions-Vorsitzende Armin Johnert.
Da sich im neuen Plan etliche politische Forderungen der Bürgerliste wiederfinden, wird die BLB der Vorlage zustimmen.
„Für die nun angedachte Umwidmung des Kleinen Tannenwalds (Dornholzhausen) haben wir schon demonstriert, als der Oberbürgermeister da noch eine Gartenschau und einen Fun-Park errichten wollte – wir sehen nun, dass sich die Vernunft am Ende durchgesetzt hat.“ Der bessere Schutz vor Hochwasser besonders auch in den Ortsteilen findet sich in den beiden Vorhaltsgebieten für Hochwasserschutz in Dornholzhausen wieder. „Das bedeutet auch eine weitere Aufwertung der Grünzüge Braumannswiesen und Buschwiesen, die wir immer gefordert haben“, so Johnert weiter. Das Gleiche gelte für den Höllsteinpark in Kirdorf – auch dieser werde aufgewertet.
„Insgesamt geht der neue Flächennutzungsplan für die Gemarkung Bad Homburg in die richtige Richtung, sagt auch der BLB-Vertreter im Klima- und Umweltausschuss Michael Blew: „Kritisch sehen wir nach wie vor die angedachte Bebauung der Klatluftschneise an der Ricardo-Huch-Straße und besonders die immer noch im Plan befindlichen Pläne, den Bornberg als Baugebiet vorzusehen. Die BLB lehnt eine Bebauung des Bornbergs ab.“
